Frieden

Ausstellung «Die Atombombe und der Mensch» im Rathaus Essen

Atomwaffen Abschaffen – jetzt

Eine Ausstellung im Foyer des Rathauses von Essen vom 29. August bis 9. September 2016, jeweils von 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr zu den Öffnungszeiten des Rathauses

Die andauernde Bedrohung der Menschheit, ja letztlich allen Lebens auf der Welt durch Atomwaffen, Atom-Industrie und Atomkraftwerke ist Anlass genug, durch die Ausstellung «Die Atombombe und der Mensch» die Folgen atomarer Katastrophen aufzuzeigen und Menschen gegen die verbrecherischen Anstrengungen einer in die Wege geleiteten Erneuerung der Atomwaffen weltweit sensibel zu machen und dagegen zu Handeln!

In seiner Einladung schreibt das Essener Friedensforum:

Wir laden Sie und alle Interessierten zur Eröffnung der Ausstellung «Die Atombombe und der Mensch» von Nihon Hidankyo, dem japanischen Verband der Atombombenopfer, unter Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Thomas Kufen am 29.08.2016 um 15:30 Uhr im Foyer des Essener Rathauses herzlich ein.

Mit der Bombe auf Hiroshima und Nagasaki, also dem Einsatz von Nukleartechnologie, hat sich die Ausführung von Kriegen als Durchsetzung von politischen Zielen irreversibel verändert. Die Geschehnisse in Hiroshima und Nagasaki zum Ende des zweiten Weltkrieges dürfen sich nie wiederholen.  Massenvernichtungswaffen haben in einer zivilisierten Welt keinen Platz. Weltweit gibt es etwa 17.000 Atomwaffen! Jede davon ist eine zu viel! Viele fürchten sogar einen dritten Weltkrieg, der der letzte sein könnte!

Die von Hiroshima aus weltweit aufgebaute Organisation Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden), die Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), pax christi Diözesanverband Essen, Greenpeace Essen, sowie das Essener Friedensforum setzen sich ein für die Ächtung und Abschaffung der Nuklearwaffen!

Wichtiges Ziel bleibt darüber hinaus das vollständige Verbot der Produktion von waffenfähigem Spaltmaterial und die Vernichtung dessen, was schon produziert worden ist. Das gilt auch für die in Deutschland bei Büchel in der Eifel stationierten US-Atomwaffen, an denen die Bundeswehr nukleare Teilhabe praktiziert.

71 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki ist ein Verbot aller Massenvernichtungswaffen überfällig. Eine atomwaffenfreie Welt muss zentraler Baustein einer zukünftigen globalen Sicherheitsarchitektur werden.

Friedenspolitik bedeutet wirtschaftliche und soziale Sicherheit, nachbarschaftliches Miteinander und demokratische Teilhabe!

Rede von Dr. Werner Strahl (IPPNW) zur Eröffnung der Ausstellung «Die Atombombe und der Mensch» im Rathausfoyer Essen:

Liebe Neugierige! Liebe Informierte! Liebe, alte Mitstreiterinnen und Mitstreiter gegen Atomwaffen und jegliche atomare Bedrohung!

Wir bieten Ihnen heute am 29. August keine erfreuliche Kunstausstellung im Rathaus, dem zentralen politischen Ort in Essen, sondern harte Kost, an der Sie sich beinahe die Zähne ausbeißen müssen. Gerade deshalb: Danke, dass Sie gekommen sind!

Die Veranstalter, das Essener Friedensforum, Pax Christi, unser Oberbürgermeister als Mitglied in der Organisation der Bürgermeister für den Frieden und die IPPNW haben mich aufgefordert, zur Eröffnung zu reden.

Gegen den Wahnsinn des atomaren Wettrüstens

Mein Name ist Werner Strahl. Ich bin Essener Kinderarzt und seit vielen Jahren Mitglied der IPPNW. Die über 100 000 «Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges» schlossen sich zu Beginn der 80er Jahre, der Hochrüstungszeit im «Kalten Krieg» zusammen, um in Ost und West zu warnen. Medizinische Gutachten machten den Wahnsinn des atomaren Wettrüstens öffentlich. Dies führte zum Verzweiflungsschrei der Ärzte: «Wir werden Euch nicht helfen können». Zwar wurden wir 1985 mit dem Friedensnobelpreis geehrt, und doch explodierte im Jahr darauf die erste zivile atomare Bombe, der Tschernobylreaktor. Seither gehört der ganze Komplex militärischer und ziviler atomarer Gefahren zu unserer Aufgabe, nämlich zu heilen und noch besser: prophylaktisch tätig zu sein. Ärzte sollen Krankheiten früh erkennen, Betroffene beraten, forschen und Medikamente entwickeln, notwendige Therapie verordnen und zu gesundem Lebenswandel raten. Angesichts der gewaltigen atomaren Krankheit bin ich als Kinderarzt etwas hilflos, denn sie betrifft zunächst die Psychiatrie.

Vor 100 Jahren – die erste Massenvernichtung durch Chemiewaffen

Der erste Weltkrieg hatte vor 100 Jahren die erste Massenvernichtung durch Chemiewaffen ermöglicht. Der deutsche spätere Nobelpreisträger Fritz Haber hatte sie entwickelt. Seiner Frau widmet die IPPNW jährlich ihren Friedenspreis. Clara Immerwahr, ebenfalls Chemikerin, nahm sich das Leben, weil sie die Waffenentwicklung ihres Mannes nicht hinnehmen konnte.

Der zweite Weltkrieg, noch grausamer als der erste in der Verletzung jeglicher Humanität und Menschenrechte, mit der industriellen Ermordung von Millionen Verfemter wiederum durch Gas und an seinem Ende steht der Ersteinsatz einer Uranbombe gegen ein «weiches Ziel», nämlich die Menschen von Hiroshima.

Nagasaki – der Massenmord durch eine Plutoniumbombe

 3 Tage später die Plutonium-Bombe auf Nagasaki mit dem gleichen, unsäglichen Massentod. Das Grauen kann hier in der Ausstellung auf Photos nur angedeutet wiedergegeben werden. Die Bilder aber sind echt und keine digitale Simulation. Kinder und Schüler dürfen sie nur betrachten in Begleitung von Erwachsenen, damit sie sprechen können. Und was sollen wir Alten Ihnen dann sagen?!
Ich muss Ihnen heute kurz die Diagnose unserer atomkranken Welt mit den bestehenden Symptomen darstellen. Die Erde, aus Astronautensicht der schöne, blaue Planet ist, wie Sie alle wissen, aus der Nähe betrachtet, eine von Menschen dominierte und wimmelnde Kugel. Schon vor dem Auftauchen des Menschen stießen Kontinentalplatten aneinander. Erdbeben und andere Naturkatastrophen waren normal.

Fähigkeit mit atomarer Wirkung das Leben auf dem Planeten gänzlich zu bedrohen

Jetzt aber heizen wir am Klima, erhöhen die Meeresspiegel, verstärken die Stürme, bauen tolle konventionelle Waffen, um gefährliche Nachbarn umzubringen und sind endlich so weit, mit atomarer Wirkung das Leben auf unserem Planeten gänzlich zu bedrohen. Welch eine Hybris! Welch eine Einladung für Amok-Täter oder politische Autisten!

Nach dem «erfolgreichen» aber wie wir heute wissen, verbrecherischen, nicht einmal kriegsentscheidenen Einsatz der ersten beiden A-Bomben lief die Produktion in Ost und West rasch an. Die Stärke des einzelnen Sprengkörpers stieg von 13000 Tonnen TNT der Hiroshima-Bombe «Little Boy» auf 60 Megatonnen, das sind 60 Mio Tonnen TNT der sowjetische Wasserstoffbomben «Wanja», also das 4600-fache.

2056 Atomwaffentests musste die Welt aushalten

Insgesamt 2056 Atomwaffentests hat die Welt aushalten müssen, davon 26% in der Atmosphäre. Zivilisten wie Soldaten wurden aus Wissenschaftsgründen den Versuchen ausgesetzt. Die große IPPNW-Studie «radioaktive Verseuchung von Himmel und Erde» schätzt die Zahl der weltweit künstlich hervorgerufenen jährlichen Krebsfälle auf bis zu 3 Millionen. Gegen die letzten französischen Tests im Jahre 1996 haben wir in Paris mit dieser französischen Fahne, gefüllt mit 1996 selbst gefalteten Friedenskranichen protestiert. Hat nicht viel gebracht, denn inzwischen können die Tests digital simuliert werden. Nur Nordkorea läßt es noch so richtig krachen.

Erste Hoffnung erwuchs den Atomwaffengegnern 1987, als Ronalds Reagan, nicht gerade ein Friedensfürst, mit Gorbatschow vereinbarte, alle Mittelstrecken- und Cruise-Missile-Raketen abzuschaffen. Das gelang auch tatsächlich und erstmalig wurden alle diese Waffen in beiden Länder vernichtet.

Drohung mit Atomwaffen ist völkerrechtswidrig


Dann, in den 90er Jahren, erklärt der Internationale Gerichtshof den Einsatz und sogar die Drohung mit Atomwaffen für völkerrechtswidrig. Der START I Vertrag zwischen der Sowjetunion und den USA genehmigt beiden Ländern nur noch je 6000 strategische Sprengköpfe, also solche, die interkontinental eingesetzt werden könnten. Im neuesten START-Vertrag von 2010 wollte man gar auf je 1000-1500 Sprengköpfe reduzieren, doch bis heute sind die Bestände noch 6 mal so hoch bei gleichzeitig nur sehr langsamer Verschrottung. Das »Gleichgewicht des Schreckens» im bipolaren Ost-Westkonflikt und nur 4 Atomwaffenstaaten war relativ einfach zu beschreiben. Heute besitzen 9 Länder einsatzbereite Kernwaffen. Neue, dramatische Kriege und Spannungsfelder lassen keine «nukleare Weltordnung» zu.

Weltweit stehen 1800 Atomwaffen in ständiger Bereitschaft

Heute bedrohen weltweit ca. 16000 Atomwaffen die Menschheit, 1800 davon in ständiger Einsatzbereitschaft auf Knopfdruck. Russland und die USA mit ihren Nato-Staaten sind nach wie vor bereit zum Erstschlag. Türkei, Italien, Holland, Belgien und wir, Deutschland, haben zusätzlich im Rahmen der nuklearen Teilhabe in der Nato Bomben auf ihrem Territorium. Diese stehen zwar unter amerikanischer Aufsicht, aber sollen von trainierten Piloten der jeweiligen Länder über dem Feind ausgeklinkt werden. Fühlen wir uns wirklich sicherer mit den 20 Atombomben auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel?!

Unsere letzten Außenminister Westerwelle und Steinmeier erklärten beide zu ihrer Amtseinführung, diese Waffen außer Landes bringen zu wollen. Mit großer Mehrheit bestätigte das der Bundestag und es geschah bis heute nichts!

In deutschen «Friedenszeiten» 11 schwere Unfälle mit Atomraketen

Die Männer an den Hebeln der Macht sind offenbar taub geworden, so daß HNO-Ärzte der IPPNW ihnen Hörgeräte anpassen müßten. Obama und Putin, Netanjahu in Israel, Mrs. May in England, Holland in Paris, Chinas, Indiens und Pakistans Ministerpräsidenten und der gänzlich unberechenbare Kim Jong Un in Nordkorea spielen mit der Vernichtung der Menschheit.

Allein in Deutschland hat es in «Friedenszeiten» 11 schwere Unfälle mit Atomraketen bzw. deren Sprengköpfen gegeben, die uns bekannt sind. Weltweit sind über 2000 Beinahe-Unfälle dokumentiert. Wo es menschelt, geschehen trotz aller Sicherungen, Unfälle. Häufig liegen bei den Bewachungsmannschaften die Risiken im Drogen- und Alkoholmißbrauch, aber auch im technischen Versagen.

Gerade ist die Situation in der Osttürkei, auf der Nato-Luftwaffenbasis Incirlik, hochbrisant. Sehr nahe an der syrischen Grenze, dem kurdischen und IS-Kriegsgebiet lagern 90-100 Atombomben. Während des kürzlichen Putsches wurde dem Lager der Strom für mehrere Tage abgeschaltet. Dem Terrorismus wären ungeahnte Möglichkeiten gegeben!

Verflechtung von Kernwaffen und Kernenergie

Meine Damen und Herren!

Auf die enge Verflechtung von Kernwaffen und Kernenergie kann ich hier nicht ausführlich eingehen. Essen, als die deutsche Energiehauptstadt, ist mit den deutschen Atomkraftwerken und mit vielen im Ausland eng verbandelt, auch jetzt noch in den Wendezeiten der Energieerzeugung. Wir sprechen von der «atomaren Brennstoffkette», die an jedem Kettenglied Gefahren bríngt: Beim Uranabbau werden riesige Landschaften verwüstet, Bergarbeiter verseucht und getötet, Länder ausgebeutet und Kriege ausgelöst (s. z.Zt. in Zentralafrika und dem Kongo).

Urananreicherung erzeugt Reaktorbrennstäbe und Bombenuran

Bei der Urananreicherung, die geschieht auch bei uns in Gronau und Lingen, werden Brennstäbe für Reaktoren aber auch Bombenuran erzeugt. Die Reaktoren erbrüten im Betrieb waffenfähiges Plutonium und erzeugen uns Strom; letzteres aber nicht sauber und billig. Denn, das wissen Sie alle, die Entsorgung von hoch-, mittel- und schwachradioaktiven Abfällen sowie der Abriss am Ende der Laufzeit wird enorm viel kosten, wird gefährlich sein und bleiben, denn noch immer haben wir keine Idee zum Endlager!

Dass die Kraftwerke selbst schon in Beton gegossene Atombomben sind, wissen wir seit dem Horror von Tschernobyl vor 30 und von Fukushima vor 5 Jahren.

Supergau in Tschernobyl und Fukushima

Der Supergau beider Katastrophen konnte selbst mit dem Einsatz tausender Liquidatoren, ein entsetzliches Wort, kaum gestoppt werden. 95% der 600 000 sowjetischen Helfer, die zwangverpflichtet wurden, sind heute krank; 100 000 der damals jungen Männer und Frauen verstarben, bevor sie das 50. Lebensjahr erreicht hatten. Der 1,5 Mrd. € teure riesige Sarkophag um den strahlenden Tschernobylreaktor wird nur 100 Jahre halten. Beim Unglück wurde nur ein geringer Teil der strahlenden Isotope herausgeschleudert. Eins davon, das hochgiftige Plutonium, hat eine Halbwertszeit von 24 000 Jahren! Das ist der Zeitraum, der uns Heutige von den Neandertalern trennt. Mehr als 800 Generationen müssen wachsam bleiben, um sich vor unserem gefährlichen Atommüll zu schützen. Es bleibt die schreckliche, teure Hinterlassenschaft von Kriegswahn und Energieträumen.

Ohne Kernkraftwerke kein Sprengstoff für Bomben

Aber: alle Atomwaffenstaaten unterstützen massiv die Kernenergie, denn ohne Kernkraftwerke gäbe es keinen Sprengstoff für ihre Bomben. Eine Welt ohne Atomwaffen bleibt eine Illusion, solange die angeblich so friedliche Kernkraft genutzt wird. Wie groß die Gefahr ist, sehen wir in den verzweifelten Bemühungen, mit denen die großen Atommächte den Iran und Nordkorea unter die Kontrolle der IAEO bringen wollen, der Internationalen Atom-Energie-Organisation.

Liebe Gäste im Rathaus der Stadt Essen!

Die heute eröffnete Ausstellung soll Information sein und für alle, die sehen und lesen können, Motivationshilfe, Aufforderung kritisch zu sein und Nein zu sagen, wenn etwas falsch läuft.

Vor 3 Wochen, dem Hiroshima-Tag am 6. August bei der Gedenkveranstaltung in der hiesigen Marktkirche, bezeichnete unser Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen die Existenz von Atomwaffen als nicht mehr hinnehmbar. Er wollte nicht einmal akzeptieren, das nur 93% der deutschen Bevölkerung gegen atomare Rüstung wären. «Es müßten doch 100% sein!»

Beschreibungen von unermesslichem Leid der Betroffenen

Was muten wir Ihnen mit den Bildern der Ausstellung zu?! Zusammengestellt vom japanischen Verband der Atombombenopfer «Nihon Hidankyo» zeigt sie Ihnen sozusagen aus erster Hand Photos, Graphiken, Gedichte und Beschreibungen vom unermeßlichen Leid der Betroffenen.

Über viele Jahre wurden die überlebenden Opfer nicht behandelt, sondern nur ihr schleichendes Sterben wissenschaftlich registriert um auf diese Weise von der «Bombenwirkung» zu erfahren.

Nicht gerettet werden konnte auch die kleine Schülerin Sadako, die, verstrahlt, 1955 an Leukämie verstarb. Jeder Japaner, besonders jedes Kind, kennt ihre Geschichte. Nach einem japanischen Märchen hat man einen Wunsch frei, wenn man 1000 Papierkraniche gefaltet hat.

Mit Beginn ihrer Erkrankung begann Sadako, ihre Kraniche zu falten, kam aber nur bis zum 644. Vogel und starb. Seither falten fast alle Schulkinder am Gedenktag bunte Kraniche und senden sie zu Sadako's Denkmal.Bei einer Ausstellung auf der Zeche Zollverein bastelten zum 50. Jahrestag auch Essener Schülerinnen und Schüler 30 000 Exemplare, die wir nach Hiroshima schickten. Sie wurden vom dortigen Bürgermeister als Zeichen der Friedenshoffnung am Sadako-Denkmal niedergelegt.

Politik der nuklearen Abschreckung endlich beenden

Liebe geduldige Zuhörer! Gestatten Sie mir abschließend ein paar friedensbewegte Forderungen:

Wir fordern alle Atomwaffenstaaten auf, die Politik der nuklearen Abschreckung endlich zu beenden. Sie ist völlig gescheitert und birgt nicht beherrschbare Gefahren. Deshalb müssen alle Atomwaffen, gemäß dem Urteil des internationalen Gerichtshofs, zerstört und kontrolliert entsorgt werde. Schon heute kann die deutsche Regierung auf die nukleare Teilhabe bei der Nato verzichten und ihre dafür trainierten Piloten abziehen.

Durch Energiewende und Abschaltung der Kernreaktoren sowie sichere Endlagerung des Mülls ist die Sicherheit der Bevölkerung zu erhöhen. Deutschland könnte ein friedliches Vorbild werden.

Auch konventionelle Rüstung tötet

Auch konventionelle Rüstung tötet. Dass Deutschland wieder die drittgrößte Waffenexportnation der Welt ist, kann nicht hingenommen werden. Deshalb Entwicklungs- statt Rüstungshilfe!

Die Internationale Campagne zur Abschaffung von Atomwaffen ICAN, mitgegründet von der IPPNW, hat an einer Arbeitsgruppe der UN mitgewirkt und vor 1 Woche bedauernd festgestellt, dass sich Deutschland wie einige andere Nato-Staaten weiterhin der totalen A-Waffen-Ächtung widersetzt, wie sie von der großen Mehrheit der UNO verlangt wird. Fast alle Atomstaaten handeln diesbezüglich klar gegen die Mehrheitsmeinung ihrer Bevölkerung, das sind bei uns 93%!

Aktuelle Handelsaufforderung für uns in Essen:

Vom 3.-6. Oktober beraten Nato-Militärs, Politiker und Waffenproduzenten hier bei uns in Essen in einer sehr großen Konferenz laut Einladung zum Thema: Wie die überlegene Operationsfähigkeit der Nato aufrecht erhalten werden kann, selbst wenn das Gebiet durch feindliche Handlungen «degraded», das meint «verwüstet» sein sollte.

Wer plant – der ahnt – Schreckliches!

Also auf zum Protest zum Beginn der perversen NATO-Konferenz am Mo., dem 3.Oktober ab 15:00 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz!

Ich danke Ihnen für Geduld und hoffe auf Ihre Aufregung!

Liebe Freundinnen und Freunde: Seien Sie Öl im Frieden und Sand im Rüstungsgetriebe, besonders dem atomaren. Ich danke Ihnen für Ihre Geduld und hoffe auf Ihre hilfreiche Wut!

Quelle: Dr. Werner Strahl (IPPNW)