Termine

18. Mai – 22. Juni: Marx-Engels-Stiftung

Marx und Engels.

 

 

 

Samstag, 18.05., Hamburg, HAW, Alexander Str. 1, 11.00-17.00 Uhr

 

 

Die Kapitalisten des
21. Jahrhunderts

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Gesprächskreis
Dialektik & Materialismus. – Referent: Dr. Werner Rügemer

Verdeckt durch die rituelle kritische Kritik «der Banken», durch die «Finanz»krise und die aufwendige Bankenrettung haben längst viel mächtigere und vielfältigere Finanzakteure die Macht im Kapitalismus übernommen, sowohl in den Unternehmen und Banken wie auch in der Politik der US-geführten westlichen Kapital-Demokratien. Gleichzeitig entfaltet der kommunistisch geführte und umgestaltete Kapitalismus in der Volksrepublik China eine qualitativ andere Entwicklungslogik, sowohl in China selbst wie auch auf allen Kontinenten und im westlichen Kapitalismus selbst. Der damit sich entfaltende Systemkonflikt entscheidet mit über Krieg und Frieden und über die Zukunft der menschlichen Arbeit und Gesellschaft

Anmeldung erbeten über unsereweltclub@gmail.com


Samstag, 15.06., Stuttgart, wahrscheinlich Clara-Zetkin-Haus (Waldheim Sillenbuch), 10.00-17.00

Zur Entwicklung in
und um Venezuela

Mit Harri Grünberg (zum Klassenkonflikt in Venezuela), Achim Wahl (zur Lateinamerikastrategie der USA) und Heike Hänsel (MdB Die Linke, angefragt – zur Rolle der Bundesrepublik und der EU in dem Konflikt).

Die Vorbereitung dieser Tagung hat erst begonnen. Näheres in Kürze auf der Website der Marx-Engels-Stiftung.


Samstag, 22.06. Leipzig, Villa Davignon, Friedrich-Ebert-Str. 77, 10:00 - 17:00 Uhr

«Leseland ist abgebrannt?»

Zum Umgang mit der DDR-Literatur nach 1990

Tagung in Kooperation mit der Rotfuchsgruppe Leipzig

Dem Anschluss der DDR an die BRD folgte die Vernichtung von Kunstwerken und Büchern. Tausende von Gemälden, Skulpturen, Reliefs und Wandbildern wurden zerstört, in Ausstellungen mit den Hervorbringungen des Faschismus gleichgesetzt, zugleich aber auch von reichen Sammlern aufgekauft. Der FAZ-Kunstkritiker Eduard Beaucamp, der an seiner seit den 60er Jahren gezeigten Wertschätzung für DDR-Malerei und -Grafik festhielt, blieb einsam.

Noch verheerender als der Bildersturm wirkte sich die Kulturbarbarei in der Literatur aus. Ungezählte Bibliotheken in Betrieben und Gemeinden der DDR wurden aufgelöst, Millionen Bücher wanderten auf den Müll. In privaten Initiativen wurde versucht, zu retten, was zu retten war. Einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurden die Sammelaktionen von Pfarrer Martin Weskott aus dem niedersächsischen Katlenburg und die des Schauspielers Peter Sodann, der im sächsischen Staucha eine fast 400.000 Bände umfassende Bibliothek von DDR-Büchern aufgebaut hat.

Parallel zur Büchervernichtung wandten sich ganze Heerscharen westdeutscher Feuilletonredakteure, Literaturwissenschaftler und Schriftsteller gegen ihre Kolleginnen und Kollegen in Ostdeutschland. Auch Autorinnen und Autoren wie Christa Wolf und Heiner Müller hatte man nun «am Haken», wie es die Zeit-Redakteurin Iris Radisch damals triumphierend verkündete. International geehrte DDR-Schriftsteller wie Hermann Kant wurden mit einem Bann belegt, die Hetzjagd machte selbst vor Verstorbenen wie Anna Seghers, Bertolt Brecht oder Arnold Zweig, die sich nach 1945 aus dem Exil kommend für die DDR entschieden hatten, nicht halt. Auch hier gab es stets andere Stimmen und Verlage, die unter zumeist schwierigen Bedingungen mit ihren Autorinnen und Autoren weiterarbeiteten.

Was hat sich seit 1990, faktisch eine Generation danach, an dieser Situation geändert? Manches deutet darauf hin, dass der kulturelle Graben zwischen Ost und West breiter wird, nicht schmaler. Den Ursachen dafür will die Tagung im 30. Jahr nach der Grenzöffnung nachgehen. Zugesagt haben bisher die Literaturwissenschaftlerin Sabine Kebir, die über die Erfahrungen der Schriftstellerin Elfriede Brüning (1910-2014) sprechen wird, und der Chef der Eulenspiegel-Verlagsgruppe und Literaturwissenschaftler Matthias Oehme, der seine Erfahrungen als Verleger von DDR-Literatur nach 1990 darlegen wird. Der Literaturwissenschaftler Kai Köhler wird sich mit der Darstellung von DDR-Literatur in Lexika und Nachschlagewerken seit 1990 befassen, der Philosoph und Journalist Arnold Schölzel referiert zum Thema «Große Unbekannte und geheimes Wunschbild. Die DDR-Kultur im bundesdeutschen Rückblick».


 
Zum Schluss:
  1. Wir sind bei allen Veranstaltungen aus Planungsgründen für eine frühzeitige Anmeldung dankbar. Sofern nicht ausdrücklich anders erwähnt, unter marx-engels-stiftung@t-online.de oder 0211-6702828 (H. Kopp).
  2. Vor allem bei ganztägigen Veranstaltungen - die in der Regel mit einem Mittagsimbiss verbunden sind - bitten wir um einen Obolus (meist 12 Euro, ermäßigt 8 Euro), der mithelfen soll, unsere Kosten zu decken. Wir weisen aben niemanden ab, der selbst 8 Euro nicht erübrigen kann.
  3. Der «Obolus» allein deckt unsere Kosten so gut wie nie. Staatliche Zuschüsse erhalten wir, im Unterschied zu anderen politisch begründeten Stiftungen, ohnehin nicht. Also sind wir auf «Gesinnungstäter» angewiesen: solche, die mehr als 12 Euro zu geben bereit sind - und solche, die sich sogar entschließen, Mitglied in unserem kleinen aber feinen Verein zu werden. Ein Aufnahmeantrag ist auf unserer Website zu finden. Wir senden ihn auf Anforderung aber auch zu.

Hermann Kopp
Marx-Engels-Stiftung e.V.
Gathe 55, 42107 Wuppertal
marx-engels-stiftung@t-online.de
www.marx-engels-stiftung.de

Tel. 0202.45 65 04 (nur sporadisch besetzt; sonst AB)
IBAN: DE17 3305 0000 0000 5170 78,
BIC: WUPSDE33