Termine

MES-Programm 2021

Cartoon: Marx und Engels.

Veranstaltungen der Marx-Engels-Stiftung

 

  • Sa., 08.05.2021, 10:30 bis 16:30 Uhr

    Materialismus - Begriff - Geschichte: Materialistisch denken

    Videokonferenz des Gesprächskreises Dialektik & Materialismus in Zusammenarbeit mit der Marx-Engels-Stiftung
    Die Doktrin des Materialismus ist eine der kontroversten in der Geschichte der Ideen. Das Problem, mit dem man konfrontiert wird, ist, dass es atemberaubend unklar ist, was die These des Materialismus genau besagt. Ist es eine ontologische, eine linguistische oder epistemologische These? Ist der Materialismus eine a priori oder a posteriori Doktrin? Diese Fragen stehen im Zentrum kontemporärer Debatten innerhalb der analytischen Philosophie. Diese werden zwar unter dem Label «Physikalismus» durchgeführt, aber Physikalismus wird in diesen Debatten – von der überwiegenden Mehrheit – synonym mit dem Materialismus gebraucht. Ziel des Seminars ist es einerseits in diese kontemporären Debatten einzuführen und die pro und contra Argumente zu evaluieren. Das ist deswegen interessant, weil die Debatte mit analytischen Mitteln durchgeführt wird, über die die ältere materialistische Tradition nicht verfügt hat. Und andererseits zu eruieren, ob eine der kontemporären Varianten des Materialismus/Physikalismus mit dem Marx‘schen Materialismus kompatibel ist.
    Seminarleitung: Dacian Bugnar, Köln
    Anmeldung unbedingt erforderlich unter: post@akdiamat.de
    Kostenbeitrag 10 / 5 Euro (Studierende, lernende Jugend)

  • Fr-So, 28.-30. Mai, Düsseldorf, Stuttgart, München

    Beethoven – Musiker einer neuen Zeit

    Vortragstournee mit Stefan Siegert (Hamburg)
    Fr, 19:00-22:00 Uhr, Düsseldorf
    Sa, 13:30-16:30 Uhr, Stuttgart, Waldheim Clara Zetkin, Gorch-Fock-Str.
    So, 11:00-14:00 Uhr, München
    Beethoven, das ist der mit einem auf ewig anklopfenden Schicksal kämpfende Geistesheld des Bürgertums. Stefan Siegert – Älteren als großartiger Karikaturist der UZ und anderer Publikationen aus dem DKP-Umfeld bekannt – gibt ihn und Beethovens Menschheitsmusik in den bescheidenen Grenzen seines kleines Beethovenbuchs, das im Februar 2020 bei Reclam erschien, der Geschichte zurück. Hinter einer vermeintlich bekannten Musik taucht der schöpferische Langzeitsympathisant der bürgerlichen Revolution auf. Was er im Anflug auf die Französische Revolution im aufgeklärten Bonn am Ende des 18. Jahrhunderts an modernen Gedanken aufnahm, ließ ihn nie mehr los. Auch er hatte sich freilich, wie es Revolutionären bis heute beschieden scheint, in einer langen Phase restaurativer Unterdrückung einzurichten. Sein Spätwerk, nicht allein das Chorfinale der Neunten Sinfonie, erzählt davon, wie er sich und seinem kämpferischen Humanismus in aller Beklommenheit treu blieb bis ans Ende.

  • Samstag, 12. Juni, Wuppertal, Alte Feuerwache, Gathe 5, 14:00-17:30 Uhr

    Engels‘ Schrift «Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen»

    Referent ist der Arbeitswissenschaftler Dr. Elmar Witzgall, Kulmbach
    Etwa 1876 entstand dieses Textfragment, das erst zwanzig Jahre später unter dem bekannten Titel veröffentlicht wurde. Der «Anteil der Arbeit» konnte nur durch die Verarbeitung der seinerzeitigen evolutionstheoretischen Erkenntnisse (v. a. von Charles Darwin) durch Friedrich Engels (und Karl Marx) verfasst werden. Engels begnügte sich aber nicht mit einer Art Zusammenfassung einzelwissenschaftlicher Ergebnisse, sondern entwarf davon ausgehend eine Entwicklungsgeschichte der Wechselwirkung von Mensch und Arbeit. Er entwickelte eine Koevolutionstheorie. Natürlich steckte das Wissen um den natürlichen Ursprung und Entwicklungsweg des Menschen (speziell des Homo Sapiens) damals, verglichen mit heute, noch in der Anfangsphase. Dieser Wissenskontrast ist näher zu betrachten. Davon ausgehend kann auch die Frage nach der heutigen Relevanz der Engels‘schen Koevolutionstheorie diskutiert werden. Die Kategorie «Arbeit» spielt in der ökonomischen und historischen Philosophie des Marxismus eine zentrale Rolle. Engels arbeitete in seinem Kurztext heraus, wie fruchtbar und gleichzeitig notwendig diese theoretische Anbindung sein kann, um die Entwicklung des Menschen und der Anfänge der menschlichen Gesellschaft integrativ und entwicklungsbezogen, das heißt materialistisch-dialektisch zu begreifen. Mensch, Arbeit und damit auch die Natur stehen auch in der neueren Vergangenheit und der Gegenwart in einem engen, allerdings nicht mehr biologischen, sondern gesellschaftlichen Entwicklungszusammenhang. Darauf wies Engels abschließend hin.

  • Samstag, 19. Juni, Wuppertal, Treffpunkt Bahnhof Barmen, 11.00 - ca. 16.00 Uhr

    Zwischen Bureau und Barrikade

    Historischer Stadtspaziergang auf den Spuren des jungen Friedrich Engels im Tal der Wupper
    Wir werden historische Orte aufsuchen, die für Engels, als er noch in Wuppertal lebte, Bedeutung hatten. Begleiten werden uns kurze Rezitationen aus seinen aufrührerischen «Briefe aus dem Wuppertal». Es werden dabei auch historische Orte und Gebäude besucht und erklärt, die für die Geschichte Barmens, des heutigen Stadtteils von Wuppertal, damals noch selbständige Stadt, von Bedeutung waren und sind. Maximal 15 Teilnehmer! Verbindliche Anmeldungen bitte an: Dr. Dirk Krüger, Zietenstraße 25, 42281 Wuppertal; Tel.: 0202 / 50 71 26 oder e-mail: krueger.wtal@t-online.de

  • Mittwoch, 30. Juni, Wuppertal, Alte Kirche Wupperfeld, Bredde 69, 19.00 Uhr

    Engels, Krieg und Frieden

    Vortrag und Diskussion mit Prof. Georg Fülberth, Marburg

  • Sa, 09.10.2021, Karl-Liebknecht-Schule, Leverkusen

    Aufgaben und Möglichkeiten marxistischer Bildungsarbeit

    mit Andrea Hornung, Richard Hoehmann, Jürgen Lloyd

  • Sa, 16.10.2021, 19:00 Uhr, Wuppertal, Alte Kirche Wupperfeld, Bredde 69

    «Lizzy will es wissen»

    Aufführung des zum 200-Jahre-Jubiläum von Friedrich Engels geschriebenen neuen Stücks des Weber-Herzog-Musiktheaters. In humorvollen wie gedankenreichen Spielszenen, Liedern und Dialogen zwischen Engels und seiner Lebensgefährtin Lizzy Burns, einer irischen Arbeiterin, zeigt das Stück Engels als eine umfassend gebildete wie auch eingreifende und kämpferische Persönlichkeit. Durch ihre zupackende Art bringt Lizzy Burns Friedrich Engels dazu, komplizierte wissenschaftliche Zusammenhänge und philosophische Themen in einer anschaulichen Weise zu erklären.
    Eintritt frei!
    Flyer zur (ursprünglich für den 6.11.2020 geplanten) Veranstaltung als PDF
  • So, 17.10.2021, 10:30-13:30 Uhr, Wuppertal, Alte Kirche Wupperfeld, Bredde 69

    Jahresmitgliederversammlung (mit Neuwahlen zum Vorstand).

    Vortrag von Stefan Kühner:
    «Produktivkraftentwicklung und Produktionsverhältnisse in der 4. Industriellen Revolution»
    Die Gesamtheit der Produktionsverhältnisse bildet die ökonomische Struktur der Gesellschaft. Es ist die reale Basis, worauf sich ein juristischer und politischer Überbau erhebt, welchem bestimmte gesellschaftliche Bewusstseinsformen entsprechen. Seit dieser Gedanke von Karl Marx formuliert wurde, haben sich die Produktionsverhältnisse gewaltig geändert; der Widerspruch von Kapital und Arbeit aber nicht. Der Vortrag zeigt, wie weitreichend diese Änderungen in der Produktionsweise sind und wie sie in den aktuellen gesellschaftlichen Strukturen zum Ausdruck kommen. Er soll zu einer Diskussion anregen, ob und wie Marxisten darauf reagieren müssen.

  • im Herbst 2021, Berlin

    Zerstörung und Verteidigung der Vernunft - heute

    Aus Anlass des 50. Todestags von Georg Lukács (13.4.1885 - 4.6.1971)
    In Zusammenarbeit mit "junge Welt"

  • im Herbst 2021, Bremen

    Polen – Geschichte und Gegenwart

    Marx-Engels-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Leipziger Rotfuchs-Gruppe
    Es referieren:
    • Prof. Dr. Werner Röhr (Berlin): Polen in der Zwischenkriegszeit 1919 - 1939
    • Dr. Holger Michael (Erkner):  Der Bürgerkrieg in Polen 1944 - 1948/52
    • Reinhard Lauterbach (Poznan / PL): Polen heute

 

Hermann Kopp
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Da nicht absehbar ist, wie sich die Pandemie-Situation entwickelt, gelten die Ankündigungen von bisher geplanten Präsenz-Veranstaltungen 2021 unter Vorbehalt. Wir bitten in allen Fällen um möglichst frühzeitige Anmeldung unter marx-engels-stiftung@t-online.de. Falls eine Veranstaltung ausfallen oder in eine online-Tagung umgewandelt werden muss, werden wir angemeldete Teilnehmer umgehend informieren.

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