Umwelt

«Ende Gelände» geht weiter

Braunkohlengrube, im Hintergrund qualmende Industrie-Schornsteine.

Gemeinsam Kraftwerke gedrosselt

Wir hatten kraftvolle Tage im Rheinland – mit Zeit für Wandel und Widerstand! Gemeinsam haben wir Bagger blockiert, Kohlezüge gestoppt und Kraftwerke gedrosselt. Im Klimacamp haben wir mit tausenden Menschen für eine andere Gesellschaft gezeltet – und konnten miterleben, wie sich unterschiedliche Aktionsformen ergänzen und bereichern.

Nach Tagen gelebter Utopie fällt es manchmal schwer, wieder in den Alltag zurückzukehren. Da helfen bestimmt die vielen Ende Gelände Ortsgruppen, die sich freuen über Neue und Altbekannte. Und bleibt in Kontakt mit eurer Bezugsgruppe, schon in acht Wochen (3.-5.11.) heißt es wieder: Auf geht’s, Ab geht’s, Ende Gelände!

Denn Anfang November findet in Bonn die UN-Klimakonferenz statt – nur einmal einen Steinwurf entfernt von den gigantischen Tagebauen des Rheinischen Braunkohlereviers! Wir wollen der Welt zeigen, wo sie hier zu Gast ist – und was wir vom Verheizen des Klimas in Braunkohlekraftwerken halten. Sei vom 3.-5.11. dabei – und hilf uns bei der Vorbereitung: Unsere Orga-Strukturen brauchen people-power!

Ende Gelände zur Klimakonferenz in Bonn: 3. bis 5. November

Wenn im November tausende Delegierte und Medienvertreter*innen aus der ganzen Welt zum UN-Klimagipfel (COP23) nach Bonn reisen, stellen wir uns der fossilen Infrastruktur erneut in den Weg. Die Bilder von uns und den zerstörten Landschaften des Braunkohlereviers sollen um die Welt gehen – denn trotz Mondlandschaften und qualmender Schornsteine hat Deutschland den Ruf des Klimaweltmeisters. Es kann nicht sein, dass in Bonn über Klimaschutz verhandelt wird, während nur 50 km weiter täglich Kohle abgebaggert wird!

Parallel zu Ende Gelände wird es eine Solidaritäts-Aktion der Pacific Climate Warriors geben, ebenfalls im Rheinischen Braunkohlerevier. Die indigene Graswurzelgruppe von den pazifischen Inseln stemmt sich gegen den ansteigenden Meeresspiegel und kämpft deshalb gegen die fossile Industrie. Wir stehen diesmal also Seite an Seite mit denjenigen, deren Existenz unmittelbar von den Folgen des Klimawandels bedroht ist – und machen damit globale Klimagerechtigkeit konkret.

Derzeit organisieren wir Anlaufpunkte, Übernachtungsmöglichkeiten und Logistik. Wenn Du jetzt schon ein Bahnticket buchen willst: Komm Freitag den 3. November nach Bonn, und bleib am besten bis Montag morgen! Für die Vorbereitung brauchen wir auch eure Hilfe.

Jahrelang ist die Anti-Atom-Bewegung im November ins Wendland gereist, um die Lagerung von hochradioaktivem Müll zu verhindern. In der Region rund um Gorleben sind zahlreiche verschiedene Aktionsformen entstanden, um sich der Logik der Energiekonzerne in den Weg zu stellen: Profit, egal zu welchen Kosten. Wenn die Vertreter*innen von 195 Staaten nach Bonn eingeladen ist, können wir zeigen, dass uns das Klima wichtiger ist als das Wetter. Wir können auch November: Für eine starke Klimagerechtigkeitsbewegung!

Quelle: Ende Gelände
Foto: Th. Baumberg