Frieden

«100 Jahre Krieg im Nahen Osten»

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«100 Jahre Krieg im Nahen Osten»

Doku im WDR am 22.03.2017

Noch während der Erste Weltkrieg tobte, schlossen die beiden Großmächte Frankreich und Großbritannien ein geheimes Abkommen. Mit diesem teilten sie schon einmal den Nahen Osten unter sich auf. Das war im Mai 1916. Noch waren die Gebiete der heutigen Staaten Syrien, Irak, Jordanien, Libanon und Israel unter osmanischer Herrschaft. Doch der Sieg der westlichen Alliierten war vorhersehbar.

Politischer Aufruhr

Auf britischer Seite verhandelte der konservative Unterhausabgeordnete Sir Mark Sykes. Für Frankreich saß der Diplomat Francois Georges-Picot am Verhandlungstisch. Sie zogen eine Linie von Acre am Mittelmeer bis nach Kirkuk im heutigen Irak. Südlich davon sollten die Briten herrschen, nördlich davon die Franzosen.

Als der Inhalt des Abkommens 1918 veröffentlicht wurde, kam es zum politischen Aufruhr in der arabischen Welt. Sie hatte sich bis dahin Unabhängigkeit erhofft. Obwohl die Einfluss-Sphären in den folgenden Jahren noch leicht verändert wurden, gleichen sie doch verblüffend deutlich den heutigen Grenzen zwischen Syrien, Jordanien und dem Irak.

Pulverfass Naher Osten

Seitdem ist der Nahe Osten nicht mehr zur Ruhe gekommen. Natürlich haben auch Zweiter Weltkrieg, der Kalte Krieg, der Hass unter den arabischen Völkern und die Bedeutung der Ölvorkommen den Nahen Osten zu einem Pulverfass gemacht. Aber in der arabischen Politik wird auch heute noch, hundert Jahre nach dem Abkommen, Bezug auf Sykes-Picot genommen, selbst durch die Terroristen des sogenannten «Islamischen Staates».

Alexander Stenzel zeichnet den blutigen Weg des Nahen Ostens nach, vom Geheimabkommen Sykes-Picot bis zum islamistischen Terrorismus unserer Tage.

Ein Film von Alexander Stenzel
Redaktion: Thomas Kamp

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  • Bürgerkrieg in Syrien bei Planet Wissen – Als Staat ist Syrien gescheitert: seit 2011 tobt ein Bürgerkrieg in dem Land |mehr
  • Planet Schule zu Syrien – Warum Syrien stirbt: Hintergründe eines Bürgerkrieges | mehr
     

www.youtube.com/100 Jahre Krieg im Nahen Osten


Türkei unter Erdogan

Prozessbeobachtung in der Türkei:

Alle Zeugen widerrufen unter Folter gemachte Aussagen
Dr. med. Serdar Küni mit Terrorismusvorwurf weiter in Haft

Der türkische Arzt und Menschenrechtler Dr. Serdar Küni befindet sich seit Oktober 2016 in Haft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, während des jüngsten Krieges im Südosten der Türkei «mutmaßlich Militante behandelt zu haben« und Mitglied der PKK zu sein.

Gestern wurde sein Fall vor dem Bezirksgericht in Şırnak verhandelt. Obwohl alle von der Staatsanwaltschaft eingebrachten Zeugen ihre Aussagen widerriefen, wurde Künis Untersuchungshaft bis zum nächsten Verhandlungstermin, dem 24. April 2017, verlängert.

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Münchner Sicherheitskonferenz 2017

Freundliche Demo: lachende Jugendliche,  Polizei schaut weg.

Sicherheitskonferenz 2017:
Rüstung, Rüstung und noch mal Rüstung

21.02.2017: Alle Jahre wieder, die Münchner Sicherheitskonferenz. Dieses Jahr war sie mit besonderer Spannung erwartet worden, hatte doch der neue US-Präsident die NATO für «obsolet» erklärt. Und auch alle Jahre wieder, Tausende demonstrieren gegen die Siko und für Frieden und Abrüstung.

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Griff nach der Bombe

«Atom-Supermacht Europa»?

Büchel, Hinweisschild: «Fliegerhorst».

WARSZAWA/HAMBURG/BERLIN, 8.02.2017 | Die graue Eminenz der polnischen Regierung, Jarosław Kaczyński, greift Forderungen des deutschen Establishments nach eigenen Kernwaffen auf. Er würde eine «Atom-Supermacht Europa begrüßen», sagte Kaczyński einer führenden deutschen Tageszeitung.

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Eine deutsche Atombombe!?

Bild zur Sendung Panorama, Quelle: Das Erste

Panorama

02.02.2017 | 29 Min. | UT |
Quelle: NDR

Donald Trump sucht Streit; US-Atombomben in Deutschland und Donald Trump; Muslimischer Männer-Stammtisch für Frauenrechte; Warum Krankenhäuser nicht aus Fehlern lernen.


http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama


 

Münchner Sicherheitskonferenz 2017

Münchner Sicherheitskonferenz - «Maximale Unberechenbarkeit»

14.01.2016: «Auf der sogenannten Münchner Sicherheitskonferenz (SIKO) im Februar 2017 versammeln sich die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Machteliten, vor allem aus den NATO-Staaten, den Hauptverantwortlichen für das Flüchtlingselend, für Krieg, Armut und ökologische Katastrophen. Ihnen geht es – entgegen ihrer Selbstdarstellung – weder um die friedliche Lösung von Konflikten, noch um Sicherheit für die Menschen auf dem Globus, sondern um die Aufrechterhaltung ihrer weltweiten Vorherrschaft und um die Profitinteressen multinationaler Konzerne.» (aus dem Aufruf zur Demonstration)

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Meister des Todes

«Meister des Todes», Filmplakat. 

Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt

«MEISTER DES TODES», der investigative Spielfilm von Daniel Harrich erzählt von einer deutschen Waffenfirma, die lange beispielhaft für den starken Mittelstand war – bis aufgedeckt wurde, dass die Firma Waffen nach Mexiko liefert. Ein Klüngel aus Wirtschaft, Politik und «ganz normalen» Verbrechern.

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Es ist still geworden um Aleppo

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wir wollten Euch über die Situation in Syrien informieren und sind der Meinung, dass die drei angehängten Beiträge sie detailliert darstellen:

  1. Mohssen Massarat erklärt in seinem offen Brief an Navid Kermani, warum er nicht vor der russischen Botschaft demonstriert.

    Mohssen Massarrat (* 14. Mai 1942 in Teheran) ist emeritierter Professor für Politik und Wirtschaft am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück mit den Forschungsschwerpunkten Mittlerer und Naher Osten, Energie, Friedens- und Konfliktforschung, sowie Nord-Süd-Konflikt. Er wurde im Iran geboren und lebt seit 1961 in der Bundesrepublik Deutschland. Massarrat war Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung, seit 2002 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Attac Deutschland. wikipedia

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