Betrieb & Gewerkschaft

»Den Ge­werk­schaf­ten kommt für die Or­ga­ni­sie­rung der Ar­bei­ter­klas­se und für das Kräf­te­ver­hält­nis zwi­schen den Klas­sen ei­ne Schlüs­sel­rol­le zu.«

Aus dem Programm der DKP

Verfassungsgericht hält Tarifeinheitsgesetz für rechtens

Streikrecht beschnitten

Demonstrantinnen mit verdi-Fahnen un -transparenten.

Das Tarifeinheitsgesetz ist weitgehend mit dem Grundgesetz vereinbar». So entschied das Bundesverfassungsgericht entgegen den Erwartungen progressiver Arbeitsrechtler am 11. Juli. Das Gericht gab dem Gesetzgeber nur auf, einiges nachzubessern. Die «Kleinarbeit» sollen später die Arbeitsgerichte erledigen. Zum Fundament der Einheitsgewerkschaft gehört nebst der Offenheit für alle politische Richtungen, außer Faschisten und Rassisten, das Prinzip: ein Betrieb, eine Gewerkschaft, ein Tarifvertrag. Das ist aber eine gewerkschaftliche Kampfaufgabe, keine parlamentarische Spielwiese. Jetzt zeigte sich, wie es – hoffentlich vorläufig – ausgehen kann, wenn, wie geschehen, Teile der Gewerkschaften mit der SPD hier per Gesetz regeln oder gar mit den Unternehmern das Arbeitskampfrecht regulieren wollen.

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VW und die brasilianische Militärdiktatur

Bild aus Video. 

Komplizen? – VW und die brasilianische Militärdiktatur

24.07.2017 | 45 Min. | UT | Verfügbar bis 24.07.2018 | Quelle: Das Erste

Hat Volkswagen zur Zeit der Diktatur in Brasilien eigene Mitarbeiter bespitzelt und Oppositionelle der Folter ausgeliefert? Die Reportage geht den Vorwürfen nach.


Komplizen? – VW und die brasilianische Militärdiktatur


 

Frankreich en marche gegen Macron

Plakat.

Frankreich nach den Wahlen und vor den Sommerferien

«Der Sommer ist nicht dazu da, das Arbeitsrecht zu zerstören» steht auf einem Plakat der Französischen Kommunistischen Partei und der Linksfront.

Während der langen Schulferien weilen die meisten Familien in Frankreich in ihrem Feriendomizil – nur die Berufstätigen pendeln zwischen Ferienort und Betrieb. Trotzdem mobilisieren die Französische Kommunistische Partei und die Linksfront die Massen, um auf die Strasse  gegen die angedrohten Verordnungen Macrons, die das Arbeitsrecht verändern sollen, zu protestieren.

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Arbeiten im Laufschritt

Karte: Standorte von Amazon in Deutschland.

23 Jahre Amazon Ausbeutung

Konrad Beltz* (Name geändert) ist noch immer aufgebracht. Er hat mehrere Monate bei Amazon in Bad Hersfeld gearbeitet. Die Freiheit in dieser Republik am Arbeitsplatz des Online-Händlers am eigenen Leibe erfahren. «Du kommst einfach nicht zum Luft holen. Ununterbrochen wird bei Amazon deine Arbeitsleistung kontrolliert. In einer Schicht musst du locker zwischen 10 und 15 Kilometer laufen». Selbst Mainstream-Medien berichten zunehmend über solche miserablen Arbeitsbedingungen beim weltgrößten Online-Versender. Doch dabei bleibt es dann meistens auch.

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Arbeit 4.0 und Kapitalismus

Frau mit Datenbrille vor Wand mit Computercode.

Womit müssen wir rechnen, was sollten wir einfordern?

Bericht von einer Veranstaltung

Die digitale Transformation der kapitalistischen Gesellschaft stellt die Arbeiterbewegung und ihre Organisatoren vor zahlreiche Herausforderungen. Dies wurde erneut deutlich auf der Veranstaltung «Arbeit 4.0 und Kapitalismus» des Netzwerks kommunistische Politik in Wuppertal.

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DKP solidarisch mit KollegInnen bei Siemens Krefeld

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DKP solidarisch mit den Kolleginnen und Kollegen bei Siemens Krefeld

Schreiben an den Betriebsratsvorsitzenden Heinz Spörk

Peter Lommes, Kreisvorsitzender der DKP Linker Niederrhein, hat sich für die DKP in Krefeld mit den Kolleginnen und Kollegen des Siemens-Werkes solidarisch erklärt. Den Beschäftigten droht der Vorstand mit der Vernichtung von 300 der 2.500 Arbeitsplätze. In einem Schreiben an die Belegschaft und den Betriebsratsvorsitzenden Heinz Spörk verurteilt Lommes diese Pläne. Gleichzeitig wünscht er einen langen Atem in den bevorstehenden Auseinandersetzungen, Mut und solidarische Unterstützung.

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1. Mai in Liège (Belgien)

Angriff auf den Sprecher der Arbeiterpartei PTB/PVDA in Lüttich am 1. Mai

Großdemo.

Am 1. Mai in Liège (Belgien) wurde wieder zahlreich der 1. Mai gefeiert. Über 800 Menschen kamen am Vormittag auf den Place St. Paul und warteten auf die Rede von Raoul Hedebow (PTB/PVDA). Die Verzögerung sprach sich schnell herum: Raoul wurde von einem Mann zwischen 40 und 50 Jahren mit einem Küchenmesser angegriffen. Der Angriff kam von hinten in den Oberschenkel. Glücklicherweise wurde er nur leicht verletzt. «Er hatte Glück» sagten die Ärzte im Krankenhaus, die ihn nach seiner Rede versorgten. Raoul Hedebouw hat Anzeige erstattet, die genauen Beweggründe des Angreifers kann man bislang nur vermuten.

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Der 1. Mai ist unser Tag

 Kolleginnen und Kollegen.

Wut auf der Stra­ße

Da ist eine Menge Wut auf der Stra­ße an die­sem 1. Mai. So die Wut der Stahl­wer­ker von Thys­sen­Krupp aus Duis­burg und an­de­ren Stand­or­ten oder die der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen des Do­sen­werks Ball in Reck­ling­hau­sen. Ihnen droht die Ver­nich­tung ihrer Ar­beits­plät­ze. Und an­de­re Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen haben solch schlim­me Er­fah­run­gen be­reits hin­ter sich, aus vie­len klei­nen Buden oder von Kar­stadt, Opel, Nokia oder Schle­cker. Ab­ge­scho­ben in die Ar­beits­lo­sig­keit, gar ver­dammt zu Hartz IV.

Aber auch die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen von der Pfle­ge sind un­ter­wegs. Sie möch­ten nicht nur ihre Ar­beits­be­din­gun­gen ver­bes­sern und for­dern mit ihrer Ge­werk­schaft ver.​di einen «Ta­rif­ver­trag Ent­las­tung».

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