Betrieb & Gewerkschaft

»Den Ge­werk­schaf­ten kommt für die Or­ga­ni­sie­rung der Ar­bei­ter­klas­se und für das Kräf­te­ver­hält­nis zwi­schen den Klas­sen ei­ne Schlüs­sel­rol­le zu.«

Aus dem Programm der DKP

Die Arbeitszeitfrage in den aktuellen Tarifrunden

Abwehrkämpfe oder
erste Reformansätze?

 Grafik.

Die Arbeitszeitverkürzung gehört wieder zu den Top-Themen gewerkschaftlicher Debatten. Auch in Tarifrunden steht sie wieder ganz oben auf der Forderungsliste. Die Wünsche der Beschäftigten allerdings treffen auf den erbitterten Widerstand der Unternehmerverbände, die ganz klar Arbeitszeiten flexibilisieren und verlängern wollen.

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Unternehmervertreter fordern, die tägliche Höchstarbeitszeit abzuschaffen

Grafik: Sanduhr, «Arbeitszeit ist Lebenszeit».

Jede Minute ein Klassenkampf

Spitzenvertreter der «Arbeitgeber» haben gefordert, dass die Bundesregierung die gesetzlichen Arbeitszeit-Regelungen aufweichen solle. In diesem Sinne äußerten sich Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), und Hans Peter Wollseifer, Handwerkspräsident. «Die Digitalisierung wirkt sich natürlich auch auf die Arbeitszeiten aus: Ein zu enges Arbeitszeit-Korsett und zu starre und unflexible arbeitsrechtliche Vorschriften tun der Wirtschaft nicht gut», ließ sich Wollseifer in der «Rheinischen Post» vom Dienstag letzter Woche zitieren.

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Warnstreiks am 10 und 11. April

Tarifrunde Öffentlicher Dienst

 verdi-Grafik: NRW-Städte.

Regionale Warnstreiks am 10. April 2018 im ver.di-Bezirk Düssel-Rhein-Wupper

Demonstrationen und Kundgebungen in Köln,
Dortmund und Bielefeld

09.04.2018 | Im Vorfeld der dritten Tarifverhandlungsrunde für die rund 2,14 Millionen Beschäftigten des Bundes und der Kommunen, am 15./16. April 2018 in Potsdam, erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in NRW den Druck auf die Arbeitgeber. Für Dienstag, 10. April 2018, ruft ver.di NRW landesweit die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu eintägigen Warnstreiks auf. Betroffen sind alle Bereiche des öffentlichen Dienstes u. a. Nahverkehr, Müllabfuhr, Sparkassen, Stadtverwaltungen, Jobcenter, Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Flughafen Köln/Bonn.

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Es ist Warnstreikzeit!

 Streikende mit verdi-Fahnen.

Warnstreiks VERDI und GEW 


Krefeld, 20.03.2018 | Die öffentlichen Arbeitgeber bewegen sich nicht, also greifen Verdi und GEW zu ersten Kampfmaßnahmen. Am heutigen Vormittag lief in NRW fast garnichts, da der öffentliche Dienst in NRW durch die erste Welle der Warnstreiks ziemlich lahm gelegt worden war. Morgen wird es weiter gehen.

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Tarifauseinandersetzung beim öffentlichen Dienst

Porträt André auf der Heiden.

INTERVIEW mit André auf der Heiden

Mindestens 200 Euro

UZ: Um 6 Prozent, mindestens aber 200 Euro im Monat, sollen die Entgelte in der Tarifrunde öffentlicher Dienst für die Beschäftigten von Bund und Kommunen in diesem Jahr steigen. Einer der Schwerpunkte ist die Forderung einer «sozialen Komponente». Wie kam es dazu?

André auf der Heiden: Bereits in den Vorjahren hat diese Forderung in den Debatten einen breiten Raum eingenommen. Weil über eine klassische lineare Erhöhung die unteren Gehaltsgruppen immer schlechter gestellt werden als die oberen. Preissteigerungen, wie Mieten und andere Lebenshaltungskosten steigen natürlich für alle gleich. In dieser Tarifrunde haben die Arbeitgeber sich vehement dagegen aufgestellt. Das ist nichts Neues. In der Mitgliederbefragung hatte die soziale Komponente bei den Beschäftigten eine hohe Bedeutung.

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Mehr Lohn, weniger Keime

 Demonstrantinnen mit IG-Bau-Fahnen, Trillerpfeifen und Symbolschildern.

Interview

Christoph Hentschel im Gespräch mit Petra Vogel

Petra Vogel ist Reinigungskraft und freigestellte Betriebsratsvorsitzende an einem Bochumer Klinikum. Im Bundestagswahlkampf wurde sie bekannt durch einen Auftritt in der ZDF-Sendung «Klartext», wo sie Angelika Merkel die Meinung geigte. Die UZ sprach mit ihr über die Arbeit und den Tarifkampf.

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Der Kampf um die Verkürzung der Wochenarbeitszeit

Ford, vergittert mit IG-Metall-Transparenten «Warnstreik – unser gutes Recht», «Miteinander für Mehr Zeit für uns» und Schild «Volle Kampfkraft voraus! Für 6% kürzere Arbeitszeit! 24-Std-Streik!». 

Das Referat von Wolfgang Berlin über den Kampf um Wochenarbeitszeitverkürzung (seit den sechziger Jahren), das er am 30. Januar in Köln im Rahmen einer Beratung des KV hielt, hat er noch ergänzt um eine Einschätzung der diesbezüglichen Ergebnisses der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie.

Arbeitszeitverkürzung

Ausgangslage in den 70er Jahren

Mit dem Einsatz von mikroelektronisch gesteuerten Robotern, Automaten und Datenverarbeitungsverfahren sowie durch eine erhebliche Verdichtung der Arbeitsprozesse trugen die Unternehmen seit den 70ern verstärkt dazu bei, menschliche Arbeitskraft durch Maschinen zu ersetzen. Anders als in vorangegangenen Jahrzehnten schien der rationalisierungsverursachte Stellenabbau nicht mehr durch Wachstumseffekte ausgeglichen zu werden. Die Gewerkschaften begrüßten technische Produktivitätszuwächse nicht mehr uneingeschränkt, sondern problematisierten vermehrt individuelle wie gesamtwirtschaftliche Folgen rationalisierter Arbeitskraft.

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DKP-Hotline zu Betriebsratswahlen

 Grafik: Humphrey Bogart. «Harte Zeiten erfordern starke Betriebsräte».

Kon­se­quen­te
Ge­werk­schaf­ter

Die DKP-Be­zirks­or­ga­ni­sa­tio­nen Ruhr-West­fa­len und Rhein­land-West­fa­len rufen ihre be­trieb­lich ak­ti­ven Mit­glie­der auf, sich an den Be­triebs­rats­wah­len 2018 zu be­tei­li­gen. Sie for­dern auf, dass Ge­nos­sin­nen und Ge­nos­sen selbst für die Be­triebs­rats­wah­len kan­di­die­ren und an­de­re kon­se­quen­te Ge­werk­schaf­ter in den Be­trie­ben bei der Wahl zu un­ter­stüt­zen.

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