Betrieb & Gewerkschaft

»Den Ge­werk­schaf­ten kommt für die Or­ga­ni­sie­rung der Ar­bei­ter­klas­se und für das Kräf­te­ver­hält­nis zwi­schen den Klas­sen ei­ne Schlüs­sel­rol­le zu.«

Aus dem Programm der DKP

IG Metall: Warnstreiks haben begonnen

 Warnstreikende. IG Metall Fahnen und Plakate: «Mehr Zeit für uns» und «6 % mehr Geld».

Entgelterhöhung und
Arbeitszeitverkürzung

8. Jan. 2018 | Die Warnstreiks in der Metallindustrie von NRW haben begonnen. Heute um Mitternacht legten Beschäftigte von Kirchhoff in Iserlohn die Arbeit nieder.

Kirchhoff Automotive in Iserlohn produziert vorrangig Chassis- und Antriebskomponenten für die Nutzfahrzeugindustrie. Iserlohn ist zudem Sitz der Kirchhoff-Gruppe. Das Unternehmen ist seit vier Generationen im Besitz der Familie Kirchhoff und erzielte 2016 mit weltweit 11.500 Beschäftigten einen Umsatz von fast zwei Milliarden Euro. Arndt Kirchhoff ist Verhandlungsführer der Metallarbeitgeber in Nordrhein-Westfalen; sein Verhandlungspartner auf gewerkschaftlicher Seite ist IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler.

Weiterlesen: IG Metall: Warnstreiks haben begonnen

Sie hatten keine Chance, aber die haben sie genutzt

 Streikende vor der Klüh-Zentrale.

Der Flughafen Düsseldorf scheint ein gutes Pflaster zu sein für eigentlich aussichtslose Arbeitskämpfe

Immer wieder der Kampf David gegen Goliath. 2005 der Arbeitskampf bei Gate Gourmet. Ein halbes Jahr lang. Trotz Streikbrechern und recht zögerlicher Haltung der Gewerkschaften konnte zumindest ein Teilerfolg durchgesetzt werden. 2015 der Wach- und Sicherheitsstreik in der Fluggastkontrolle. Eigentlich bis dahin für unorganisierbar gehaltene Kollegen gehen erfolgreich in die Aktion. Mit Unterstützung von Verdi und es wurden erhebliche Lohnsteigerungen erkämpft.

Weiterlesen: Sie hatten keine Chance, aber die haben sie genutzt

DKP kritisiert weitere Sonntagsöffnungen [update]

 EDEKA im Düsseldorfer Hauptbahnhof.

Stellungnahme

Die DKP in NRW kritisiert die geplante Verlängerung der Ladenschlusszeiten an Samstagen und Sonntagen in NRW. Damit werden erneut Profitziele des Einzelhandels und der Kaufhauskonzerne auf dem Rücken der Beschäftigten durchgesetzt werden. Durch längere Öffnungszeiten hätten die potentiellen Kunden nicht mehr Geld in den Taschen, das sie samstags und sonntags ausgeben könnten. Für Familien und insbesondere für alleinerziehende Verkäuferinnen und Verkäufer bliebe noch weniger Zeit für die Familien, deren Schutz in der Verfassung eigentlich festgeschrieben sei. Mehrere Gerichte in NRW haben Verlängerungen der Ladenöffnungszeiten in verschiedenen Kommunen bereits untersagt. Die DKP begrüßt diese Rechtsprechung.

Weiterlesen: DKP kritisiert weitere Sonntagsöffnungen [update]

Putzfrauen im Einsatz gegen den Weltkonzern Klüh

 Putzfrauen besetzen Klühzentrale.

Eindrucksvoller Kampf zwischen David und Goliath

Die gegensätzlichen Parteien waren klar in der Klassenauseinandersetzung positioniert.: Auf der einen Seite einer der größten Service-Konzerne der Welt, die Klüh Service Management GmbH, mit einem Jahresumsatz von 770 Millionen Euro. Auf der anderen 168 Putzfrauen und –männer, die im Airport Düsseldorf wischen, fegen und putzen. Ihre Arbeitsplätze sind nach Sylvester das Papier wert, auf dem sie unterzeichnet wurden.

Weiterlesen: Putzfrauen im Einsatz gegen den Weltkonzern Klüh

Ein Abend bei der Mahnwache vor Tor 1

 Mahnwache.

Sprecher der DKP Rheinland-Westfalen besucht die Kolleginnen und Kollegen von Thyssen-Krupp Steel Europe in Duisburg

Bereits seit 10 Wochen treffen sich jeden Montag von 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr die Aktiven im Arbeitskampf bei Thyssen-Krupp Steel Europe in Duisburg zur Mahnwache. Diese Mahnwache soll daran erinnern, dass es, seit die Verhandlungen mit Tata Steel laufen, um ca. 4.000 Arbeitsplätze bei Thyssen-Krupp geht, die der Fusion geopfert werden sollen.

Weiterlesen: Ein Abend bei der Mahnwache vor Tor 1

Gegenwehr am Düsseldorfer Flughafen

 Streikende mit IG-BAU-Westen, Transparente: «Respect for Cleaners» und «Gutes Einkommen – sichere Arbeitsplätze – Wertschätzung unserer Leistung!».

«Streik! Streik! Streik!»

168 Kolleginnen und Kollegen lassen sich
nicht einfach beiseite schieben.

Düsseldorf, 15.12.2017 | Der Kampf um den Erhalt der 168 Arbeitsplätze für das Reinigungspersonal am Düsseldorfer Flughafen geht in eine neue Runde und wird offensichtlich schärfer. Am Mi., den 13.12. hatte die IG BAU zu einer Solidaritätsaktion und öffentlichen Streikversammlung in die Abflughalle des Düsseldorfer Flughafens geladen.

Ca. 100 Kolleginnen waren da und jeder, der die Abflughalle betrat, egal von wo, hörte sofort den Krach und den Radau, der durch die gesamte Halle drang: «Wir wollen arbeiten!» «Streik! Streik! Streik!» und «Arbeit und Brot, das wollen wir!» waren die Schlachtrufe, die immer wieder von den Kolleginnen und Kollegen angestimmt wurden.

Weiterlesen: Gegenwehr am Düsseldorfer Flughafen

Kahlschlag bei Siemens

2 Bilder aus Video: Demofoto aus Leipzig und Standortgrafik. 

Frontal 21 – Wut bei Siemens

Siemens streicht rund 3.500 Jobs in Deutschland, will gleich mehrere Standorte schließen – trotz 6,2 Milliarden Euro Reingewinn und einer Umsatzrendite von 11,2 Prozent, die der Konzern erst vor wenigen Wochen verkündete.

Solches Gebaren kannte man bislang von Finanzheuschrecken. Siemens verteidigt seine Streichpläne mit dem strukturellen Markteinbruch bei Großturbinen auf dem weltweiten Kraftwerksmarkt. Doch diese fertigt Siemens gerade nicht an den Standorten in Görlitz, Leipzig, Erfurt und Berlin, die jetzt vor dem Aus stehen. 

Weiterlesen: Kahlschlag bei Siemens

Eine für alle – die 35-Stunden-Woche

Degenhardt-Grafik: 35-Stunden-Woche.

Arbeitszeitverkürzung

Es ist dringend notwendig über Arbeitszeitverkürzung zu diskutieren. Der Rückbau der 35-Stunden-Woche in vielen industriellen Bereichen, in denen sie in den 80er-Jahren erobert wurde, die rasante Veränderung der Arbeitswelt in Richtung Digitalisierung 4.0 – sowie die immer wieder aus dem Unternehmerlager versuchte Abschaffung des 8-Stunden-Tages (der ein Ergebnis der deutschen November-Revolution war), sind einige Beispiele.

Weiterlesen: Eine für alle – die 35-Stunden-Woche