Kultur

»Die wachsenden Möglichkeiten der Kommunikation öffnen neue Perspektiven für die Entwicklung der Kultur und die Emanzipation der Menschen.«

Aus dem Programm der DKP

200. Geburtstag von Karl Marx

Grafik: Marxistische Blätter. 

MarxBlätter zum 1. Mai verfügbar!


«Wir brauchen eine radikale Wende zu demokratischem, sozialem und ökologischem Fortschritt und zu einer globalen Friedenspolitik. Wir brauchen mehr Mut zur Veränderung, mehr revolutionären Schwung und darum ‹Mehr Marx in den Köpfen›», so heißt es im Aufruf zur «Kampagne 100plus», die wir im Mai letzten Jahres gestartet haben. Bitte unterstützt diese Kampagne ganz besonders bei den diesjährigen 1. Mai-Demonstrationen und den zahlreichen Aktivitäten rund um den 200. Geburtstag von Karl Marx. Wo wenn nicht dort, können wir Interessent*innen für unser Verständnis von Marxismus finden? Und wer könnte besser für die Marxistischen Blätter werben, als überzeugte Leser*innen der Marxistischen Blätter? Darum unsere konkrete Bitte:

  • Verteilt unseren kostenlosen Werbeflyer bei Veranstaltungen und Mai-Demonstrationen.
  • Bestellt Marxistische Blätter für den Aktionsverkauf (50% Rabatt = 4,95 €).
  • Druckt Werbeanzeigen für die Marxistischen Blätter in Kleinzeitungen und Flugblättern. (Können beim Neue Impulse Verlag angefordert werden.)

 

Die kommende Ausgabe der Marxistischen Blätter ist schwerpunktmäßig dem 200. Geburtstag von Karl Marx gewidmet.

Kostenlose Werbeflyer und Marxistische Blätter für den Aktionsverkauf können ab sofort bestellt werden bei: Neue Impulse Verlag, Hoffnungstr. 18, 45127 Essen; 0201-236757 oder 0171-543 48 49; E-Mail: info@neue-impulse-verlag.de

Auslieferung erfolgt ab 24. April.

Lothar Geisler
Verantwortlicher Redakteur


Inhalt Marxistische Blätter 3_2018

MARX 200

  • Kommentar
  • »Höchstwahrscheinlich …« (»highly likely«), Lothar Geisler

  • Aktuelles
  • Russland im Fadenkreuz der NATO, Jörg Kronauer
  • Klare Warnung an Macron, Georg Polikeit
  • Metall-Abschluss 2018: Arbeitszeit – wie weiter?, Achim Bigus
  • SPD-Krise und Erneuerungsdiskussion, Beate Landefeld
  • Zum 22. Parteitag der DKP, Wera Richter

  • Thema: Marx 200
  • Kritik an der Macht UND an der Ohnmacht oder
  • Warum es ohne Marx keine Politik gegen das Unrecht gibt, Dietmar Dath
  • Authentischer Marxismus als Programm - Ein Essay, Holger Wendt
  • Marx als Produkt - Wovon reden wir, wenn wir über 200 Jahre Karl Marx sprechen?, Georg Fülberth
  • Einführendes zur Dialektik, Richard Sorg
  • Karl Marx über Dienstleistungen, Klaus Müller
  • Über Aufklärung, politische Ethik und erneuerten Humanismus, Thomas Metscher
  • Bertolt Brechts Ver-Dichtung des Manifests der Kommunistischen Partei, Jenny Farrell
  • Mensch, Natur, Kapital und Befreiung – mit Marx über Marx hinaus, Wolfgang Jantzen

  • Aus der Arbeit der Marx-Engels-Stiftung
  • Digitalisierung: Hype oder Drohkulisse?, Wolfgang Garbers

  • Leserzuschrift
  • »Unterstützung für die 35-Stundenwoche«, Anne Rieger

  • Position
  • Zur Rolle des Finanzkapitals beim Anschluss Österreichs, Hans Hautmann

  • Dokumentation
  • Imperialismus in der Offensive - Referat des 23. Bundeskongresses der SDAJ, Lena Kreymann

  • Rezensionen
  • Thomas Metscher: Integrativer Marxismus, (Jenny Farrel)
  • Dieter Jahnke u.a. (Hg,): Marx› »Kapital« im 21. Jahrhundert (Holger Wendt)
  • Gareth Stedman Jones: Karl Marx – Die Biographie, (Timm Graßmann)
  • Eicker-Wolf, Kai: Wirtschaftswunderland. Eine Abrechnung mit der
  • Wirtschaftspolitik von Gerhard Schröder bis heute (Georg Fülberth) u.v.m.

 


Editorial

»Die Propaganda für das Denken, auf welchem Gebiet sie immer erfolgt, ist der Sache der Unterdrückten nützlich. Eine solche Propaganda ist sehr nötig. Das Denken gilt unter Regierungen, die der Ausbeutung dienen, als niedrig.« Schreibt Bertolt Brecht in seinen immer wieder inspirierenden »Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit«. Und in seinem »Me-ti, Buch der Wendungen« definiert er: »Denken ist etwas, das auf Schwierigkeiten folgt und dem Handeln vorausgeht.«

Nun genießt der 200. Geburtstag von Karl Marx in diesem Jahr mit allerlei Ge-Denkveranstaltungen,

Ausstellungen, Konferenzen, Publikationen und sogar einem ZDF-»Dokudrama« mit Mario Adorf als »Der deutsche Prophet« Karl Marx, deutlich mehr öffentliche Aufmerksamkeit als der 120te von Bert Brecht. »Leider«, möchte ich fast sagen, da ich zu jenen gehöre, die als Jugendliche über Brecht’sche Werke bei den Recklinghäuser Ruhrfestspielen Marx’sches Denken entdeckt/ gelernt haben, bevor sie sich ans Original trauten. Der Beitrag von Jenny Farrel über Brechts ver-dichtetes »Manifest der Kommunistischen Partei« verbindet die beiden Jubiläen und zeigt am Beispiel, wie sehr Marx Brecht als Dichter bewegt hat.

Beim Ge-Denken an Marx200 stehen bei uns »Orthodoxen« (manch »Unorthodoxer« glaubt es kaum) nicht Historie, Nostalgie, atheistische »Gedenkgottesdienste« oder Zitier-Wettbewerbe auf dem Plan, sondern der Blick auf die Entwicklung Marx’schen Denkens, was Unabgeschlossenheit, Aktualitäts- und Weiterentwicklungspotenzial für Denken und Handeln voraussetzt.

Zu den Beiträgen in Kürze:

Dietmar Dath, erinnert sich an seine erste Begegnung mit Marx und schildert, was er heute noch bedeutet. Holger Wendt verteidigt in seinem Essay den »authentischen« Marxismus in seiner Gänze, als System und kollektives Projekt gegen ein »eklektisches« Verständnis, »welches Marx zwar als Ideengeber würdigt, die Gesamtsystematik seines Werkes jedoch aufsprengt, es zum intellektuellen Steinbruch herabstuft, Kerninhalte entsorgt«. Der viel beachtete Vortrag von Georg Fülberth bei der diesjährigen Jahresmitgliederversammlung der Marx-Engels-Stiftung »Marx als Produkt« beantwortet, wovon wir reden, wenn wir über 200 Jahre Karl Marx reden. Eine kurze Einführung in die Entwicklung der »Großen Methode«, das »Dialektische Denken«, gibt Richard Sorg. Im Beitrag »Karl Marx über Dienstleistungen« veranschaulicht Klaus Müller, dass die Frage, welcherart Arbeit Dienstleistungsarbeit ist – produktiv oder unproduktiv, wertbildend und Ware oder nicht? – keineswegs nur für detailversessene Politökonomen von Interesse ist, sondern für alle, die eine genaueres Bild von der Arbeiterklasse als »Subjekt der Veränderung« brauchen. In seinem Buch »Integrativer Marxismus« skizziert Thomas Metscher Felder der theoretischen Erweiterung des Marxismus, wovon wir seine Anregungen für eine »politische Ethik« und einen »neuen Humanismus« vorstellen. Abgeschlossen wird unser Schwerpunkt mit Reflexionen von Wolfgang Jantzen nach der Lektüre zweier Bücher von Kohei Saito und Daniel Stosiek über »Mensch, Natur, Kapital und Befreiung – Mit Marx über Marx hinaus.«

In Erwägung, dass die Weiterentwicklung Marx’schen Denkens nur als kollektives Projekt Erfolg verspricht, empfehlen wir unseren Leser*innen auch die »Marx200«-Ausgaben der Zeitschrift »Z. Marxistische Erneuerung« und der SPD-nahen Zeitschrift SPW zur Lektüre, wissend, dass kluge, sozialdemokratische Marxist*innen in der gegenwärtigen Regierungs- und Gewerkschaftspraxis nicht sonderlich wirkmächtig sind. Eine Schwierigkeit, über die es sich 2018 besonders lohnt gemeinsam nachzudenken und dann auch zu handeln.

LoG


 

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Priol und die GroKo

Urban Priol - Live auf der Bühne

Urban Priol aus Video.

Priols satirischer Rundblick

Urban Priol, unermüdlicher und messerscharfer Chronist des täglichen Politgeschehens, hat mit den Irrungen und Wirrungen der vergangenen Wochen seit der Wahl alle Hände voll zu tun. Tagesaktuell kommentiert der gebürtige Aschaffenburger die sich überschlagenden Ereignisse in Politik und Gesellschaft. Der explosive Künstler nimmt kein Blatt vor den Mund und präsentiert, gespickt mit den heißesten News, einen satirischen Rundblick, bei dem niemand verschont bleibt.

Weiterlesen: Priol und die GroKo

Die Anstalt

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 Die Anstalt vom 27. März 2018

Gemeinsam mit ihren Gästen Lisa Eckhart, Ulan & Bator und Till Reiners wollen sie «Stimme sein für Ungehörtes und Unerhörtes».

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Bücherflohmarkt [update]

Riesiger Bücherberg.

Berlin und
Leverkusen im Bücher-weg-Bewerb

Wer zu viele Bücher hat, sollte überlegen, wie sie wieder zu Lesern kommen. – Es gibt Leute, die meinen, um Platz zu schaffen, könnte man sie per Container entsorgen. – Kultur- und Lese-Effekt gleich Null! – Andere geben ihre Bücher ins Antiquariat. – Wieder andere organisieren einen Bücherflohmarkt. – Solche sind mir persönlich die Liebsten!

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Werbeaktion «mehr Rüstung, weniger Sicherheit»

Das Sturmgewehr G3 komplett und zerlegt.

[Vorsicht Satire!]

Rüstungsexport AG Deutschland

Liebe Dritt- und sonstige Länder!

Wir bedanken uns in das von Ihnen in unsere Rüstungssparte gesetzte Vertrauen in den letzten beiden Jahren! Durch Ihre verantwortungsvollen Aufträge konnten die deutschen Rüstungsexporte um 15 Prozent, teilweise sogar bis um 45 Prozent gesteigert werden. Wie Ihnen vielleicht bekannt ist, gibt es in der Geschäftsführung der Rüstungsexport AG Deutschland (früher Bundesregierung) einige kleine personelle Veränderungen. Das wird aber, können wir Ihnen versichern, keine Auswirkungen auf unser Portfolio und unsere Lieferzeiten haben.

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Gesundheit [Vorsicht Satire!]

 Gemüse.

Patienten-
Mitteilung

Sehr geehrte Patienten,
bestimmt warten Sie nach Ihrer Untersuchung in unserer Praxis schon ungeduldig auf Ihre Diagnose. Damit Sie ungefähr wissen, was bei Ihrem nächsten Termin auf Sie zukommt und Sie sich nicht unnötig Sorgen machen, nachfolgend einige Tipps:

  1. Wenn der Arzt Sie nach Ihrem Urlaub fragt, Ihnen aber stattdessen frohgelaunt von seiner nächsten Kreuzfahrt erzählt, ist bei Ihnen eine lange, kostenintensive Behandlung erforderlich, für die Sie bestimmt einen Bausparvertrag kündigen müssen.
  2. Wenn der Arzt Sie nach Ihren Hobbys fragt und Ihnen bei der Verabschiedung keinen Witz erzählt, sondern auf seine Armbanduhr schaut, ist nur eine geringfügige Zusatzeinnahme von der Krankenkasse in Höhe von 1000 Euro für Ihre weitere Behandlung möglich.
  3. Und wenn der Arzt Ihren Namen vergessen hat, aber erst einmal Ihre Scheckkarte will, haben Sie nicht mehr lange zu leben.

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Die Gewinne der großen Internet-Konzerne

Porträt Lucas Zeise. 

Digitalkapitalismus

Seit es das Internet gibt, scheint sich der gute alte Kapitalismus noch einmal verändert zu haben. Er heißt jetzt «digitaler Kapitalismus». In ihm scheinen früher gültige ökonomische Gesetze nicht mehr zu gelten. Zum Beispiel das Wertgesetz. Es besagt, dass Waren (und Dienstleistungen) der Tendenz nach gemäß der zu ihrer Herstellung erforderlichen Arbeitszeit getauscht werden. Auch der bürgerlichen Ökonomie zufolge gibt es (im Regelfall) nichts umsonst, sondern es müssen die Kosten zur Produktion und Bereitstellung der Waren und ein kleiner, aber wichtiger Aufschlag (der Gewinn) dazu hereingespielt werden.

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