Köln

 

DKP Kreisorganisation Köln · E-Mail · Kontaktformular
Sprecherrat der DKP Köln: Christine Christofsky, Raimund Conrad, Dirk Stehling, Peter Trinogga | Am Stadtpark 68, 51373 Leverkusen (Volkshaus)  DKP Köln 

 

Kölner Doppelhaushalt 2027/28

Hauptaufgabe des städtischen Haushalts: Zins und Tilgung des Kommunalkredits

Karikatur. Kreditkartenmännchen mit großen Zahlen, Dollar-Zeichen, Chip etc. und heruntergelassener Hose. `
Photo: Walter Stehling, Der wahre Amtseid, 2021

Die Finanzsituation der Kommunen ist katastrophal. Die Kölner Stadtkämmerin Dörte Diemert sprach in ihrer Rede anlässlich der Einbringung des Kölner Doppelhaushalts für 2027/28 am 2. September von der größten Finanzkrise der Städte und Gemeinden seit Bestehen der BRD. Der Deutsche Städtetag rechnet mit einem Rekorddefizit aller deutschen Kommunen von rund 30 Mrd. Euro für dieses Jahr. Von den knapp 400 Städten und Gemeinden haben 336 einen Haushalt mit Verlustvortrag (d.h. Verschieben von Schulden in die Zukunft. Köln zählt zu diesen Städten.) und 50 sind überschuldet und befinden sich in der Haushaltssicherung. Nach der aktuellen Prognose von Diemert wird die Stadt Köln Ende 2031 überschuldet sein und damit das Schicksal vieler deutscher Kommunen teilen, «wenn es nicht gelingt die Verluste in den kommenden Jahren deutlich zu reduzieren.» Was «Überschuldung» bedeutet, führte die Kämmerin in ihrer Haushaltsrede für den Haushalt 25/26 aus: «Ab diesem Zeitpunkt gehört das gesamte städtische Vermögen – Straßen, Gebäude, Kunst, Fahrzeuge..., gehört all das den Banken und Gläubigern der Stadt.»

Weiterlesen: Kölner Doppelhaushalt 2027/28

Landtagswahlen im September 2026

Sachsen-Anhalt • Mecklenburg-Vorpommern • Abgeordnetenhaus in Berlin

Die Wahleergebnisse der Landtagswahl vom 28.09.26 in Berlin.

Wahlen zu den Landtagen von Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie zum Abgeordnetenhause in Berlin im September 2026

Sachsen-Anhalt
Am 6. September haben 77,8 % der Wahlberechtigen in Sachsen-Anhalt von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Die AfD kam auf 43,8 % der Zweitstimmen. Das ist eine Steigerung im Verhältnis zur Wahl 2021 von 23 % und darf als Erdrutsch gelten. Die CDU verlor entsprechend. Sie kam noch auf 17,2% der Stimmen, verlor somit 19,9%.
Mit Ausnahme des Wahlkreises Halle III war die AfD in allen Wahlkreisen die Partei mit den meisten Zweitstimmen. In sieben Wahlkreisen im Süden des Bundeslandes entfielen über die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen auf die AfD.
Nachdem die AfD bei der vorherigen Wahl 2021 nur ein einzelnes Direktmandat gewonnen hatte, verdrängte sie nun die CDU in fast allen Wahlkreisen und gewann 38 Wahlkreismandate. Elf Kandidaten wurden dabei mit einer absoluten Mehrheit gewählt.
Friedrich Merz war so leichtfertig und hatte zuvor schon Verantwortung für das Abschneiden der AfD übernommen. Er versprach, ihren Stimmenanteil zu halbieren. Tatsächlich aber hat er ihn verdoppelt, dafür den der CDU halbiert.

Weiterlesen: Landtagswahlen im September 2026

Gruppen- und Kulturabend der Gruppe Innenstadt im September: Die Tage der Commune

Die DKP Gruppe Köln-Innenstadt lädt ein:

Montag, 21. September 2026, 19.30 Uhr  – Gruppenabend. Thema:
Halle Kartäuserwall 18 (Hinterhof), 50678 Köln


Barrikaden der Commune, April 1871. An der Ecke Rathaus und Rue de Rivoli. Foto von Pierre Ambrose Richebourg. 1871

Kulturabend der DKP Köln-Innenstadt im April 2026

Montag, 20. April 2026, 19.30 Uhr

Halle Kartäuserwall 18 (Hinterhof), 50678 Köln

Bertolt Brecht (* 10. Februar 1898) hat das Stück im Jahr 1949 geschrieben. Bis zu seinem Tod am 14. August 1956 ist es nicht aufgeführt worden.

1962 brachten Manfred Wekwerth und Joachim Tenschert es am Berliner Ensemble auf die Bühne. Wir sehen die Aufzeichnung des Deutschen Fernsehfunks (DDR) von 1966.

Weiterlesen: Gruppen- und Kulturabend der Gruppe Innenstadt im September: Die Tage der Commune

Der Beitrag der Künstlichen Intelligenz zur Überakkumulationskrise

Intelligente KI-Entwicklung «Symphonie der internationalen Kooperation»

Auf der 2nd World Humanoid Robot Games, 22.-26.08.26, Peking im 5-gegen-5-Fußball. Sechs Fußball spielende Roboter in einer Angriffs-/Verteidigungsszene.
Photo: Li Hao/GT, 2nd World Humanoid Robot Games, 22.-26.08.26, Peking, 5-gegen-5-Fußball, https://www.globaltimes.cn/galleries/6312.html
KI bedeutet die maschinelle Nachahmung menschlicher Intelligenz. Noch wurde nicht gefunden, wo sie sinnvoll genutzt werden kann, um die heutigen Investitionen zu rechtfertigen. Unterdessen werden ihre Möglichkeiten spielerisch vermehrt.

Im November vergangenen Jahres warnte die Bundesbank in ihrem Finanzstabilitätsbericht vergleichsweise bieder und recht allgemein vor Gefahren der Künstlichen Intelligenz: «Je höher die Kosten der Verwendung von KI-Systemen oder die Investitionskosten zur Entwicklung eigener Modelle, desto größer ist die Tendenz zu zunehmender Konzentration von Marktmacht bei einzelnen Intermediären (= Banken, Fonds und Versicherern), wenn diese durch den Einsatz von KI einen Wettbewerbsvorteil haben. Außerdem könnten neue Konzentrationsrisiken entstehen, wenn weite Teile des Finanzsystems von den Produkten einiger weniger Anbieter von KI-Systemen abhängig sind. Ein breites und vorausschauendes Monitoring ist daher wichtig, um Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und Risiken für die Finanzstabilität abzuschätzen.»

Weiterlesen: Der Beitrag der Künstlichen Intelligenz zur Überakkumulationskrise

Der sozialpolitische Krieg der Bundesregierung gegen die eigene Bevölkerung

Deutschland wieder flott?

Ereignis vom 9. Oktober 1848 in und vor dem Düsseldorfer Rathaus: «Bitte um Arbeit». Der Maler Johann Peter Hasenclever (1810-1853) hat sie im Bild «Arbeiter vor dem Magistrat» (1849/50) festgehalten.
Johann Peter Hasenclever (1810-1853), „Arbeiter vor dem Magistrat“, 1849/50.
gemeinfrei Erläuterung

Hintergrund: Wer hat Hasenclevers «Bitte um Arbeit» versteckt?

 

Am 2. Juli 2026 treten die Spitzen der Regierungskoalition vor die Presse und verkündeten ein «Programm für Aufschwung und Beschäftigung». Es geht um Steuern, Rente, Gesundheitspolitik, Pflege, Arbeitsrecht, überhaupt um eine Revision des Sozialstaats und seine einschlägigen Regeln. Bundeskanzler Merz sagt: «Wir wollen Deutschland wieder flottkriegen. Wir sorgen für mehr Wettbewerb, mehr Beweglichkeit unserer Unternehmen, weniger Bürokratie und Entlastung des Sozialstaats, und wir senken die Steuern.»

Tatsächlich befindet sich die Bundesrepublik im Zuge einer schon länger währenden Überakkumulationskrise in einer Rezession. Über die Krise indessen schweigen Bas, Söder, Klingbeil und Merz. Denn solange das Privateigentum an wesentlichen Produktionsmitteln vorherrscht und als heilig und unantastbar gilt, bleiben administrative Handlungsoptionen beschränkt. Das Rezept der Regierung ist stattdessen, kurz gesagt: Sozialabbau für die, die vom Verkauf ihrer Arbeitskraft leben müssen, aber alle erdenklichen Subventionen für die, die sich die Ergebnisse dieser Arbeit aneignen. Noch kürzer: Nimm den Armen, gib den Reichen. 34 Punkte umfasst das Programm, mit dem die Regierungskoalition das Land aus der Wirtschaftskrise führen will.

Aber kein Wort fällt über die Aufrüstungs-Milliarden.

Weiterlesen: Der sozialpolitische Krieg der Bundesregierung gegen die eigene Bevölkerung

Kreismitgliederversammlung der DKP Köln 2026

Bericht für die Kreismitgliederversammlung vom 4. Juli 2026

Banner: Deutshe Kommunistische Partei Kreisorganisation Köln Die Linken in Kölle.
Foto: DKP Köln

Über 100 Milliarden Euro will die Bundesregierung allein in diesem Jahr für Aufrüstung und Kriegsertüchtigung ausgeben. Damit fließt bereits jetzt jeder fünfte Euro des Bundeshalts in die Kassen der Rüstungskonzerne, bei Erreichung des NATO-Ziels von 5% der Rüstungsausgaben bis 2035 gemessen am BIP sogar jeder zweite Euro.

Weiterlesen: Kreismitgliederversammlung der DKP Köln 2026

Tödliche Kürzungen und Kriegsertüchtigung

Faksimile: De Rude Pooz, Kopf.

 

 

 

DGB-­Kongress gegen Sozialabbau und Wehrpflicht

Die Juni-Ausgabe vun «De Rude Pooz»

• Tödliche Kürzungen und Kriegsertüchtigung

• Schon kriegstüchtig?

• DGB-­Kongress gegen Sozialabbau und Wehrpflicht

• Lied vom Recht des Stärkeren

• Extraprofite per Gesetz

• Übergewinne mittels Tankrabatt

• Gesetzliche Einschränkung der Monopolmacht

wir freuen uns über Rückmeldungen, Kritik und Anregungen.
per Email an vorstand@dkp-koeln.de


Stadtteil-Zeitung der DKP Köln-Innenstadt zu Kriegsertüchtigung und gewerkschaftlicher Gegenwehr


 

Armutsprogramme werden scheitern

Mitgliederversammlung der DKP Innenstadt diskutiert über Krisenzyklus und DGB-Kongress

Grafik von Max Beckmann, «2. Akt /
Max Beckmann, «2. Akt / «Klassische Walpurgisnacht / Seismos / «das habe ich ganz / allein vermittelt»», 1943-1944
«Eigentum: Bundesrepublik Deutschland/Land Hessen (Dauerleihgabe: III-15029/063): Klassische Walpurgisnacht. 2. Akt: Seismos: Das hab’ ich ganz allein vermittelt!», (CC0 @ Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum, abgerufen am: )

Wo bleiben die Milliarden?
Macht man sich den Spaß und gibt in die Suchleiste der FAZ den Begriff Sozialkahlschlag ein, so fällt das Ergebnis doch ein wenig überraschend aus. Ausgespuckt wird derzeit lediglich ein Artikel zum Thema Bürokratieabbau mit dem Titel «Wie der Staat besser funktionieren soll» vom 8. April 2025 vor dem Hintergrund der Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD. Dessen Autoren beklagen zu viel Bürokratie, zu wenig Digitalisierung, zu lange Verfahren und eine atemlose Gesetzgebung - die altbekannte Wehklage aus Wirtschaftskreisen, bürgerlichen Medien und Parteien, hinter der sich vor allem der Wunsch nach weniger Sozialstaat verbirgt.
«Wir müssen überall effizienter, zielgenauer und professioneller werden», wird der SPD-Co-Vorsitzende und Finanzminister Lars Klingbeil zitiert. Es brauche einen Mentalitätswechsel in Deutschland. Sonst würden auch die 500 Milliarden Euro, die in den nächsten Jahren in die Infrastruktur investiert werden sollen, nicht auf Straße und Schiene kommen.
Begrüßt wird, dass sich die späteren Koalitionäre darin einig seien, dass die Staatsmodernisierung samt Strukturreformen die zentrale Aufgabe der schwarz-roten Regierung sein muss. Es wird allerdings auch Konfliktpotential ausgemacht und der SPD-Führung unterstellt, da Sozialkahlschlag zu wittern, wo die Union «auch mal mit radikaleren Maßnahmen den Knoten zerschlagen» will.

Weiterlesen: Armutsprogramme werden scheitern